Ø       In Kalifornien ist der Strommarkt nach der Liberalisierung mehrfach zusammengebrochen.

Ø       Auch in Schweden leiden die KonsumentInnen nach sieben Jahren freiem Strommarkt unter hohen Preisen und Versorgungsproblemen: Im Winter 2001 waren zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom (Wasser und Wärme), weil die Reparaturtrupps für von Stürmen geknickte Leitungen eingespart wurden. Die Preise sanken nur vorübergehend. Seit der Markt bereinigt ist und drei Konzerne 90% der schwedischen Stromproduktion kontrollieren, geht’s bergauf. Allein im Winter 2001 stiegen die Strompreise um 40%. Dazu droht in einigen Jahren eine massive Versorgungskrise, weil die überwiegend im Ausland tätigen Konzerne nicht mehr in Schweden investieren. Auch um die

 

 

 

 

 

 

 

Umwelt kümmert sich der freie Markt nicht. Die einst führende Wasserkraft ist auf Platz drei hinter Kohle und Atomstrom zurückgefallen.

Ø       In Großbritannien bauen die privatisierten Eisenbahnen einen Unfall nach dem anderen, weil ebenfalls nicht in die Infrastruktur investiert, sondern an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Heute kommen in England, das für seine Pünktlichkeit berühmt ist, 80 Prozent aller Züge zu spät. Und wer zur falschen Tageszeit von Birmingham nach London fährt, muss statt 15 Pfund stolze 76 Pfund bezahlen – für dieselbe Leistung!

Ø       Die britischen Wasserversorger haben nach der Privatisierung die Tarife um 50% erhöht und 20.000 Haushalten vorübergehend den sprichwörtlichen Wasserhahn abgedreht, weil sie die steigenden Rechnungen nicht bezahlen konnten. Die Wasserqualität hat sich verschlechtert, die Hepatitis A-Fälle haben sich um 200% erhöht. Die privaten Versorger sind bereits über 100 Mal wegen Vernachlässigung der Wasserqualität rechtskräftig verurteilt worden. Die Strafenkommen ihnen billiger als die Instandhaltung der Infrastruktur.

Ø       Und, ganz aktuell USA/Kanada: Im August dieses Jahres waren der gesamte Staat New York und Teile Kanadas über 30 Stunden ohne Strom!

Hier einige Beispiele für fehlgeschlagene Privatisierungen öffentlicher Dienste: